Zur neuerlichen Verschiebung der Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs „Stuttgart 21“ und zu den dauerhaft negativen Auswirkungen der Streckensanierung Hamburg-Berlin erklärt der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Wolfgang Wiehle:
„Die Schwierigkeiten der Deutschen Bahn mit ihren digitalen Zugsicherungssystemen weiten sich zu einer regelrechten Digitalisierungs-Katastrophe aus. Für Deutschland als Hochtechnologieland sind diese Nachrichten an Peinlichkeit kaum mehr zu überbieten.
Die Verschiebung der Inbetriebnahme von ‚Stuttgart 21‘ auf 2030 oder später geht offensichtlich insbesondere auf fehlendes Personal bei der Digitalisierung der Zugsicherung mit dem europäischen ETCS-System zurück. Das ist ein unentschuldbares Managementversagen, das der sowieso schon langen Pannenreihe dieses Projekts die Krone aufsetzt. Die AfD-Fraktion verlangt eine tiefgehende Aufklärung der Chronik des Scheiterns. Klarheit kann nur noch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss bringen.
Das voraussehbare Ergebnis der sogenannten Korridorsanierung zwischen Hamburg und Berlin passt leider auch genau in dieses Bild. Wenn die Züge dort künftig nur noch 160 km/h statt 230 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren können, ist dies nicht nur ein großes Ärgernis für die Fahrgäste. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass die Bahn ihr eigenes Zugsicherungssystem LZB nicht mehr wieder in Gang bekommt.
Die Deutsche Bahn muss angesichts solcher Ergebnisse ihr Projektmanagement komplett überdenken. Die Digitalisierung bedarf der ständigen Aufmerksamkeit der Konzernspitze und die sogenannten Korridorsanierungen müssen grundlegend in Frage gestellt werden.“
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